Ich habe ein ganz schlechtes Gewissen, weil ich schon so ewig nichts mehr von uns habe hören lassen.
Uns geht es ganz wunderbar!
Mein Schätzchen übt sich zur Zeit im freien Stehen und Hinstellen. Sie hat inzwischen 7 Zähne (auf das 8. warten wir bereits seit Monaten). Ob sie weitere Zähne kriegt, kann ich leider nicht feststellen, da ich nicht mehr in ihren Mund gucken darf.
Zu Ostern gab es einen Sandkasten für den Balkon, aber Planschen ist auch total angesagt:

Bei dem schönen Wetter geht es natürlich auch auf den Spielplatz:

Im August fange ich wieder an zu arbeiten (falls ich darf, in dem Betrieb ist gerade Kurzarbeit). Mäuschen hat einen Platz in meiner Wunsch-Kita bekommen und das Thema „Eingewöhnung“ macht mir gerade am meisten Gedanken. Nächste Woche kommen zwei Erzieherinnen zu uns nach Hause und dabei wird alles besprochen.
Die ersten Krankheiten haben wir auch hinter uns. Es ist schon sehr anstrengend, wenn man selber krank ist und dann das Kind auch noch. Ich war auch noch nie so oft krank wie jetzt, praktisch seit Weihnachten dauererkältet. Denke mal, dass das am Stillen (stille noch minimal) und am „Durchschlafen, was ist das?“ liegt. Glücklicherweise ist das aber in den letzten Wochen, ganz von alleine, besser geworden.
Bin nach wie vor überzeugte „Co-sleeperin“, aber habe meine Tochter vor ein paar Wochen doch halb ausquartiert. Hauptsächlich weil ich abends im Bett immer noch lesen will, da ist sie dann oft aufgewacht. Jetzt lege ich sie in ihrem Zimmer hin (Umstellung war überhaupt kein Problem!) und nehme sie nach dem Lesen zu mir ins Bett. Dabei wacht sie nicht einmal auf. Habe immer noch ziemliche Angst vor SIDS. Mein jetztiger Plan ist, sie mit gut einem Jahr ganz in ihrem Zimmer schlafen zu lassen, wobei sie jederzeit gerne zu mir ins Bett kommen darf, wenn sie will.
Sie wird immer mehr „Person“ und ist eigentlich nur noch dem Namen nach Baby. Wie schnell sind diese 11 Monate vorbei gegangen! Jetzt steht da vor mir eine kleine Persönlichkeit. Ein noch kleiner Mensch, der irgendwann alleine seinen Weg nicht nur durch die Welt finden soll, sondern dies auch noch einigermassen fröhlich. Und ich, die Mutter, bin hauptsächlich dafür verantwortlich, diesem kleinen Persönchen das entsprechende Rüstzeug mitzugeben. Wieviel kann man falsch machen? Wie streng muss ich sein? Wie viel loben – oder lieber gar nicht? Schaffe ich es, dass mein Kind genügend Mama-Qualitätszeit kriegt, wenn ich wieder anfange zu arbeiten? Autoritäre oder partnerschaftliche Erziehung? Manchmal merke ich schon die Last der Verantwortung.
Meistens bin ich aber eher zu Tränen gerührt (ja, immer noch – das hört irgendwie nicht mehr auf), wenn ich daran denke, dass dieses tolle Mädchen meine Tochter ist! Vor Ostern habe ich unsere erste Rolf Zuckowski CD gekauft und darauf ist ein Lied „Immer wieder kommt ein neuer Frühling“. In den letzten Zeilen geht es um den Lebenskreis, der sich schliesst – da kommen mir die Tränen! Es fühlt sich alles so komplett an und ich habe meine Entscheidung für ein Kind nie auch nur eine Sekunde bereut. Irgendwann, hoffentlich in meinem tiefsten Winter, wird sich mein Lebenskreis schliessen, aber jetzt darf ich erst einmal einen neuen Frühling ins Leben begleiten!
Es gibt nichts Schöneres auf der Welt!
