Ich lese nebenher noch in einer Eizellspende News Group mit. Mich wundert immer wieder, dass die Spenderinnen (junge, gesunde Frauen, die bereits gesunde Kinder haben) oft viele Follikel haben, dann aber weniger Eizellen entnommen werden können und noch viel weniger reif sind und sich befruchten lassen. Hier eine nicht repräsentative Liste:
- 20 Eizellen entnommen, 10 liessen sich befruchten, 5 haben sich weiterentwickelt
- 25 Eizellen, 3 weiterentwickelt
- 15 Eizellen, 4 weiterentwickelt
- 15 Eizellen, 2 weiterentwickelt
- 12 Eizellen, 3 weiterentwickelt
- 10 Eizellen, 2 weiterentwickelt
- 36 Follikel, 18 Eizellen, 12 reif, 9 liessen sich befruchten,
- 16 antrale Follikel, 7 Eizellen, 2 liessen sich befruchten, entwickelten sich aber nicht weiter
- Spenderin ist 28 Jahre mit FSH 5: 15 Follikel, 9 Eizellen, 4 reif, 3 liessen sich befruchten, 2 überlebten bis Tag 3 und wurden transferiert, keine Schwangerschaft
- 9 antrale Follikel, 15 Eizellen, 9 liessen sich befruchten, 8 überlebten bis Tag 5, 2 wurden transferiert und 6 eingefroren, Zwillingsschwangerschaft
- 25 Eizellen, 11 liessen sich befruchten, 6 entwickelten sich normal weiter, 3 transferiert, Zwillingsschwangerschaft
- 34 Eizellen, 21 reif, 19 liessen sich befruchten, 7 überlebten bis Tag 5, Einzelschwangerschaft
Und im Gegensatz dazu eine „Super-Spenderin“:
39 Eizellen, 25 befruchtet, am Tag 3 13 eingefroren, aus dem Rest wurden 9 Blastozysten, davon 2 transferiert, Einzelschwangerschaft (ein Geschwisterchen dürfte kein Problem werden…)
Und das sind, wie gesagt, alles junge Frauen OHNE Fruchtbarkeitsprobleme. Da können doch einige Frauen MIT locker mithalten, zumindest bei der Embryoanzahl. Gut, bei der Schwangerschaftsrate spielen natürlich auch noch andere Faktoren mit, ganz besonders das Alter. Daher gehen dann doch mehr Eizellspende-Zyklen positiv aus.
Meine – wie immer nicht medizinisch begründete – Meinung dazu ist, das vielleicht einfach zu viele Hormone gegeben werden. Ob es nicht besser wäre, wenige, aber gesunde Eizellen zu haben. Klar will man viele Embryos haben, um die besten aussuchen zu können und vielleicht noch etwas zum Einfrieren zu haben.
hier noch ein paar – medizinisch fundierte – Links dazu:
Richtig stimulieren statt sortieren
(OK, ist doch nur einer – muss irgenwann nochmal weitersuchen…)
Mein Fall ist zwar etwas anders gelagert, aber ich möchte es beim nächsten Mal auch mit weniger FSH versuchen (150 iu). Bei meinen beiden bisherigen IVF’s hatte ich relativ hoch stimuliert (450), dafür aber nur für 6 Tage. Ich hatte beidesmal mehr als 10 antrale Follikel, einmal wurden 3 (was mE unter anderem am schlechten Timing lag) und einmal 7 Eizellen entnommen. Die Follikel waren zwischen 12 und 21 mm. Ich hatte vor IVF #2 den Arzt gefragt, ob es nicht besser wäre, weniger Hormone zu nehmen, dafür aber länger, sozusagen um allen Follikeln eine Chance zu geben. Dazu meinte er nur, dann würden bei mir überhaupt keine Eizellen wachsen – was ja auch sein kann. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie mein Abenteuer „minimal stimulierte IVF“ weitergeht. Im schlimmsten Fall kann man den Zyklus noch vor der Eizellentnahme relativ kostengünstig stoppen.